Dienstag, 14. April 2009

Tja, wie Erich Kästner sagte: "Wird's besser? Wird's schlimmer?" fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!

Nee, so schlimm isses nicht. Gestern am Tag war ich wandern und fröhlich am quatschen und am Abend dann, saß, bzw. stand ich im Aufzug am Giessener Bahnhof fest - 20 m Luftlinie von meinem Zug entfernt und musste untätig geblendet seine Rücklichter verfolgen, während ich mich in beruhigendem Tonfall mit dem freundlichen Herrn Branickel (oder so) vom Wachdienst unterhielt. Ein nettes Pärchen wollte mir eben noch rettend zur Hilfe eilen, doch trotz vereinter Kräfte innen und aussen von der Aufzugtür, musste ich mich in Geduld üben... Also nahm ich den nächsten Zug und endlich war ich zuhause...

Um halb zwei morgens gabs dann noch ne Sprudeldusche, als der Flaschenhals nicht recht fixiert war.
Tja und heute bin ich krank. Umpf. Tue trotzdem was und bin mal vor dem PC und mal in der Sonne und höre Musik von Keane - leider nur online und dann hoffentlich bald auf CD, wenn mein lieber Bruder mir was von ihnen ausleiht.

Mal zum Schnuppern: http://keanemusic.com/

Mein gemütlicher Ruheplatz heute - wirkt größer als er ist... gute Aufnahme ;-)

Über Ostern war ich bei meinem Vater zuhause... Wir haben viel in der Sonne gechillt, gute, frische Sachen gegessen, Musik gehört, Quatsch gemacht, gesungen, geräumt, sind spaziert, haben Leute getroffen, die Gemeinde besucht und schließlich haben wir mit der Familie - in diesem Fall meine drei Brüder und Schwägerin und wir - Pizza gegessen und den Sonntag mit Billiard spielen abgeschlossen. Es war gut und auch wichtig mal wieder in der Heimat zu sein. Ich habe meinen Vater vermisst und es war gut ihn einmal wieder neu kennenzulernen, wie er heute ist und das intensiver dadurch, dass ich die Hauptbezugsperson war. Er ist noch immer recht responsiv, Gott sei Dank, und er kann gut stehen und alleine laufen - wenn man ihn NICHT von hinten stützt. Unsere Mitbewohnerin z. Zt. hat festgestellt, dass dies eigentlich ein tolles Bild ist, auch in der Arbeit mit "hilfsbedürftigen" Menschen: wir als Ansprechpartner sollten da sein, wachsam und achtsam, erreichbar und doch geduldig im Abwarten, dass die eigene "Standhaftigkeit" greifen muss und kann... Schließlich lief Papa auch einfach mal alleine auf die Terasse hinaus, juhu, und er schäkert viel mit den vielen Damen um ihn herum und genießt umso mehr die männlichen Freunde und Nachbarn, die männlichen Wind in die Bude bringen ;-)
 
 

Mittwoch, 8. April 2009

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin

Wir waren in Berlin! Juhu und es war sehr, sehr schön :)
„Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.“, sagte Jean Paul und mag vielleicht damit gemeint haben, dass diese Stadt nicht einfach ein Fleckchen Erde sei, an dem es sich angenehm wohnen ließe, sondern vielmehr ein Ort, an dem schöne, grausame und bedeutende Geschichte stattfand und sich ein Heim in teils kunstvoller, teils aufreibender Gestalt oder unverhohlener Bescheidenheit wählte…
Wer bis jetzt noch nicht wenigstens ein paar Tage in der Hauptstadt zugebracht hat, sollte sich nun schleunigst aufmachen, es lohnt sich!
*
 
 
 
  
  

Dienstag, 7. April 2009

Ein nächstes event war wohl der spontane Kurztrip nach Rom mit meiner lieben Freundin Svenja. Meine liebste Teta Fina - Gioseppina  - lud uns zu sich ein, sie wohnt dort in einem Hochhaus am Rande Roms im Achten Stock... es war wirklich eine ganz besondere Reise! Sie wieder einmal besser kennenzulernen war wirklich bereichernd. Sie hat ein sehr interessantes und krasses Leben hinter sich und ich bewundere ihre Güte und Liebe mit der sie jedem begegnet. Sie ist eine mutige und leidenschaftliche Frau, großzügig und achtsam. Ich hab sie neu schätzen gelernt und lieb gewonnen und wir haben so viel gemeinsam gelacht, da sie zwar einige Sprachen beherrscht, jedoch hauptsächlich Kroatisch und Italienisch spricht... Tja und so sprach sie vor allem Italienisch und ich Spanisch... es war sehr lustig und wir haben uns tatsächlich verstanden! Seufz und Rom ist einfach eine Reise wert und bedürfte seeehr vieler Tage, um nur einen Überblick zu erhalten über die reiche Schönheit, wie sie sich in Atmospähre, geschichtlichen Bauten und Plätzen und reichhaltiger Kunst offenbart. Ich hoffe wieder dorthin zurückzukehren...
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Montag, 6. April 2009

intercambio multicultural

Lange, lang ists her, doch ich freue mich noch so sehr diesen Dialog der Extraklasse mit Euch zu teilen... ein internationaler Frauennachmittag in der kleinen Gemeinde "La Comunidad Evangelica - El Buen Pastor" in El Grau, Castellón, Spanien.

Etwa dreißig Señoras aus aller Welt versammelten sich an einem schönen Sonntag nachmittag, naja ok, frühen Abend ;-), und teilten ein besonderes Programm, einen internationalen Nachmittag an dem sich im Speziellen drei Länder vorstellten - Spanien als Gastgeberland, Rumänien und Deutschland - , jedoch alle bewusst gehört und wahrgenommen wurden... - Argentinien, Brasilien, Canada, etc.

Das Ziel war es einmal neu wahrzunehmen, welch unterschiedliche Menschen da Woche für Woche zusammenkommen, welche Unterschiede bestehen und was allen gemein ist - El Señor Jesús - und welch Schätze sich in ihrer Zusammenkunft und Zusammenarbeit verbergen. Diese wollten wir entdecken und kreativ zu Tage befördern und ich bin gespannt zu hören, in welcher Weise dieses Neuland bebaut und beplanzt wurde...

Ein paar Eindrücke:
  
 
   
  
  
 
Im Dogmatikunterricht sprachen wir letztens über die verschiedenen Kirchenverständnisse (z.B. römisch-katholisch, evangelisch lutherisch oder evangelisch reformiert,...) und schließlich über die Ökumene und kamen zu großen Teilen zu dem Schluss, es gehe um eine "Versöhnte Verschiedenheit". Ziel damit ist es, nicht absolut konform zu werden, nie wieder zu streiten, sich vollkommen zu verstehen und ähnliches, sondern vielmehr darum sich zu akzeptieren und darauf zu besinnen was, bzw. WER das Zentrum ist - die Grundlage, die alles zusammenhält und und eben der Grund für DAS alles. Nun kann man seine Unterschiedlichkeit als Herausforderung zum Weiterdenken nehmen und zum Dazulernen und zur Ergänzung... eigentlich wie in einer Liebesbeziehung... Zur "versöhnten Verschiedenheit" in der Ökumene müssen sicherlich noch viele Schritte gegangen werden (z.B. gegenseitige Anerkennung als Kirche Christi, der Ämter und Dienste, der Taufe und des Abendmahls, etc.), so "let the game begin"